SPD Münstertal

 

Die neue Bildungspolitik - Veranstaltung in Reutlingen

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Schwäbisch-Nachhilfe für Stefan Fulst-Blei: Als Bildungspolitiker muss man wissen, was ein Käpsele ist.

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei aus Mannheim, kam auf Einladung von Nils Schmid zu einer Veranstaltung nach Reutlingen. Zahlreiche Schulleiter, Kommunalpolitiker, Elternvertreter und andere an Bildungspolitik interessierte kamen zum Vortrag mit anschließender Diskussion.

So klingt jemand, der etwas geschafft hat und darauf auch stolz ist, wie der Reutlinger SPD-Landtagsabgeordnete Nils Schmid das bildungsinteressierte Publikum im Matthäus-Alber-Haus begrüßte, darunter zahlreiche Schulleiter, Lehrkräfte und Kommunalpolitiker: „Wir haben die ganzen großen Baustellen in der Bildung angepackt, die wir nach dem Regierungswechsel vorgefunden haben: Den Ausbau der Kleinkindbetreuung gemeinsam mit den Kommunen, die Einführung der Gemeinschaftsschule für längeres gemeinsames Lernen, die Ganztagsschule, die Inklusion und nicht zu vergessen die Abschaffung der Studiengebühren bei gleichzeitiger Sanierung der Hochschulen.“ Darauf könne die SPD stolz sein, auch wenn an mancher Baustelle noch kräftig gearbeitet werde.

Er plädierte dafür, die Reformen erst einmal wirken zu lassen, und erneuerte sein Angebot an alle Parteien nach einem Schulfrieden. Wenn jetzt wieder alles in Frage gestellt werde, wie es sich bei der CDU im aufziehen­den Wahlkampf bereits abzeichne, dann überfordere das alle Beteiligten: Lehrer, Eltern, Verwaltungen und schließlich auch die Kinder. Zahlreiches Nicken im Publikum ließ darauf schließen, dass der SPD-Vormann hier den Nerv getroffen hat.

Schützenhilfe holte sich Schmid in Person von Stefan Fulst-Blei, Abgeordnetenkollege und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Der berichtete zunächst von seinen persönlichen Erfahrungen aus Mannheim, wo er einst als Arbeiterkind mit Hauptschulempfehlung über den zweiten Bildungsweg zum Berufsschullehrer avancierte. „Statistisch gesehen bin ich ein ziemlicher Exot. Meine Kinder hingegen landen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90% an einer Hochschule, weil ihre Eltern Akademiker und Beamte sind. So sehr mich es für meine Kinder freut, dass ihnen alle Türen offen stehen, so wenig glaube ich an Intelligenzvermehrung innerhalb einer Generation“, witzelte Fulst-Blei, um dann wieder ernst zu werden: Die SPD habe Reformen nicht aus ideologischen Gründen auf den Weg gebracht, sondern um mehr Gerechtigkeit in der Bildung zu erzielen.

Ein zentraler Baustein der grün-roten Bildungspolitik sind die Gemeinschaftsschulen, von denen es im Regierungs­bezirk Tübingen seit diesem Schuljahr insgesamt 58 gibt. Auch die Kritiker müssten anerkennen, dass diese von den Eltern bestens angenommen würden. Das Konzept lobte auch Stefan Hochgreve, Rektor der Eduard-Spranger-Gemeinschaftsschule in Reutlingen, der jedoch kritisch anmerkte, dass die Schulen ständig mit Statistiken und Bürokratie beschäftigt seien; diese Zeit fehle für die eigentliche Arbeit.

Quelle: GEA

Foto (mw): Schwäbisch-Nachhilfe von Nils Schmid für seinen Mannheimer SPD-Kollegen Stefan Fulst-Blei: "Als Bildungspolitiker muss man wissen, was ein Käpsele ist!" Dazu gab es ein Büchlein, in dem man nicht lesen kann, nur naschen.

 

Weitere Berichte:

RTF.1 Fernsehen

Reutlinger Nachrichten

Mehr zum Thema:

www.spd.landtag-bw.de

www.fulst-blei.de

 

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